Arbeitsplatz aus der Hölle

Er saß hinter der verspiegelten Glasscheibe und sah auf seinen Röhrenmonitor. Der selbe Mist, seit Jahren und Jahren, nur die Form änderte sich. Jetzt war es Windows 98, auch das war schon lange überholt. So wie er. Kolonnen von Zahlen, Buchstabenkürzeln und Charts in Primärfarben wunden sich dort, verlangten nach seiner Aufmerksamkeit, aber die Gedanken schweiften immer wieder ab, verweigerten sich. Bald, wenn alles gutging, würde er sich nicht mehr damit herumschlagen müssen, bald. Endlich.
Er sah durch die Scheibe. Noch passierte nichts, triste, grau-melierte Alltäglichkeit.
Aber es war alles geplant, die Spieler an ihren Plätzen. Es konnte nichts schief gehen.
Er schaltete den Monitor aus und lehnte sich in seinem Bürostuhl zurück. Der Stuhl knackte leise.